Arme Kinder in Deutschland?

Immer wieder liest oder hört man von den vielen armen Kindern in den dritten Ländern, dass sie Nahrungsmittel, Kleidung oder Schulbildung benötigen. Gerade zu Weihnachten werden diese Bilder wieder besonders präsent in TV und Presse. Sie verdeutlichen uns, wie wichtig es ist zu wissen, dass es neben unserem Wohlstand auch noch arme Länder gibt, die jede Menge Hilfe benötigen. Besonders Kinder sind von Armut betroffen und ich finde solche „Erinnerungen“ sehr wichtig. Machen sie uns doch immer wieder deutlich, wie gut es uns hier in Deutschland doch eigentlich geht…


Arme Kinder auch hierzulande?

Während ich so diese Plakate auf den Strassen anschaue und grüble stellt sich mir die Frage, ob es eigentlich hierzulande auch Kinderarmut gibt? Und wie sieht diese eigentlich aus?
Ein kurzer Klick ins weltweite Netz klärt mich auf. Laut der Infos des Deutschen Kinderschutzbundes leben tatsächlich um uns herum, ich zitiere „… über 2,5 Millionen Kinder in Einkommensarmut. Dies entspricht etwa 19,4 Prozent aller Personen unter 18 Jahren….“.

Ich bin schockiert!

Wir Deutschen leben in Wohlstand und leihen anderen Ländern viel Geld, haben aber eine irre hohe Rate an Kinderarmut? Was läuft hier schief? Wie kann es sein, dass es so viele Kinder gibt, die kein tägliches Mittagessen bekommen, die keine Hausaufgabenbetreuung finden, keine Möglichkeiten haben, einem Hobby nachzugehen?
Es ist sicherlich unumstritten Entwicklungsländern unter die Arme zu greifen. Daran zweifle ich nicht. Aber ist es nicht genauso wichtig unseren Kindern unter die Arme zu greifen? Sie sind unsere Zukunft hier im Land. Sie sollen einmal das fortführen, was wir aufbauen und entwickeln. Warum also landen so viele Gelder nicht in Bildungsstätten und dort wo es für unsere Kinder wirklich gebraucht wird?

Helfen kann man in der Nachbarschaft!

Wenn man selbst Mutter ist, kann man diese Fragen vielleicht besser nachvollziehen. Denn als Eltern möchte man seinem Kind auch mal neue Hose kaufen können oder gar Bücher für die Schule stressfrei bezahlen, das Fußballspielen finanzieren oder einfach nur ein Eis kaufen. Aber was ist mit den „anderen“ um uns herum? Es kostet uns einen Blick in die Nachbarschaft, um zu erkennen wer Hilfe benötigt. Und findet man sie nicht sofort, so gibt es Orte, an denen solche hilfsbedürftigen Kinder auch Hilfe bekommen….
Ein Ort, der sich in meinem „Kiez“ befindet ist die „Arche„. Die Arche wurde 1995 gegründet und bietet jeden Tag und kostenlos für Kinder eine warme Mahlzeit, Sport- und Musikangebote, Unterstützung bei den Hausaufgaben und viel, viel Aufmerksamkeit.

Ich helfe auch!

Weil ich es persönlich wichtig finde, dass unsere Kinder in Deutschland und auch hier im Kiez eine Chance auf Bildung, Ernährung und Hobbys haben, habe ich mich entschlossen zu helfen!
Für jedes verkaufte Fredo-Kinderbuch im November und Dezember werde ich 50% an die Arche spenden! Je mehr also kaufen, desto größer wird die Spende. Der Erlös wird an die Arche in Berlin-Hellersdorf gespendet.
Den Spendenbetrag werde ich hier bekanntgeben und vor Ort überreichen. Außerdem werde ich Kleidung, Spielzeug und andere Dinge sammeln, die die Kinder dort gebrauchen können.

Kinder sind unsere Zukunft! Also sollten wir alle unseren Beitrag dazu leisten, dass sie auch eine glückliche Kindheit und eine Chance auf eine gute Bildung haben! Jeder kann dazu beitragen und jeder kleine Schritt kann etwas bewirken! Mach auch Du mit und werde aktiv!

Kinder, Berlin und andere Abenteuer

Vor 12 Jahren habe ich Berlin den Rücken gekehrt und bin ins Schwobaländle geflüchtet. Ich war im besten Revoluzzeralter, wollte mich neu erfinden, die Welt entdecken und einfach mal nur weg von zuhause.
Gut das Revolutionieren hat nicht so funktioniert. Die Welt habe ich im Schwabenland auch nicht finden können, aber ich war weit weg genug von zuhause, um mir einen tollen Mann zu suchen und mit ihm glücklich zu heiraten und zwei Kinder zu bekommen.
Aber 12 Jahre sind dann auch genug und so haben ich es doch tatsächlich irgendwie geschafft, meinen großen Schwaben und die Kinder nach Berlin zu lotsen 😉


Nun leben wir ein Jahr in Berlin und egal wie viel man unternimmt: Man hat das Gefühl die Stadt noch immer nicht komplett entdeckt zu haben. Hammer! Zwar bin ich waschechter Berliner und kenne dadurch Berlin noch ganz gut, aber es ist immer wieder der Hammer wie riesig Berlin ist.

Besonders meine Kinder und mein Mann sind immer wieder irritiert, wenn wir durch die Gegend fahren. Dann kommt der Kommentar von Kind 1: „Mama, das hier kenne ich! Hier waren wir schon Mal.“ Aber das waren wir nicht, denn diesen Bezirk hatten wir noch nicht durchstreift. 😀
Den Abschuss brachte mein Mann, der mich spontan mit einem Berliner Pizzadienst überraschen wollte. Er bestellte eine Pizza für uns, aber der Lieferdienst lieferte nicht bis zu uns. Da dachte sich mein Mann: „Das hole ich _schnell_ mal eben ab.“… Blöd nur, dass der Pizzadienst ca. 5 km weg war. Tja Berliner Kilometer sind keine schwäbischen Kilometer. Da kann die fahrt schon mal ne gute Stunde brauchen. Fazit: eine Stunde später kommt ein genervter Ehemann mit ner kalten Pizza nach Hause.
Ok jetzt hat auch er verstanden wie groß Berlin ist. 😉

Das größte Problem, das sich für mich aufgetan hat ist, wo geht man mit seinen Kindern in Berlin hin? Ist es auch in der „Nähe“ und zeitlich machbar zwischen Kita, Schule und Job? Und wo finde ich alles, was in Berlin so abgeht?
Ich kannte die Zeitschrift TIP noch von früher, aber nach 12 Jahren und mit Kindern am Start, suche ich nun nach Angeboten wie Spielplätze, Puppentheater, Kinderfilme und andere Aktionen.

Danke TIP, dass es dich gibt! Dank Dir kann ich nun herausfinden, was in meiner Nähe für Kinder angeboten wird!

Postpartale Depression – wenn die Seele wackelt…

Endlich schwanger! Rita hatte sich lange auf ein Baby gefreut. Alle um sie herum hatten schon ein Kind und nun war sie auch endlich schwanger. Sie freute sich so sehr auf das erste Baby und richtete das Kinderzimmer ein, kaufte niedliche Strampler und Spieluhren. Die Vorfreude war riesig und ihr Bauch wurde es mit der Zeit auch. Sie konnte es kaum erwarten bald ihr Baby im Arm zu halten.

Der Tag der Geburt

Die Wochen bis zur Geburt wurden immer anstrengender, doch die Vorfreude überwog alles. Eines Nachts ging es dann los. Es setzen die Wehen ein und sie waren heftig. Hatte sich Rita das so vorgestellt? Eine Geburt mit Schmerzen verbunden? Sicherlich wusste sie, dass es anstrengend werden würde, aber über Schmerzen, die einem das Gefühl gaben, dass man zerplatzen würde – nein, das hatte sie sich nicht so vorgestellt. Die Wehen wurden heftiger und die Pausen kürzer. Veratmen, entspannen, bewegen und pressen. Die Geburt war anstrengend, ein wahrer Kraftakt. Dann war es soweit: Das Köpfchen kam, ein kurzer gequälter Schrei und das Baby war geboren….

Wer bist Du?

Das Baby war nun da. Es wurde gewaschen, gewogen und Rita lag auf dem Kreißsaal-Bett und beobachtete das rege Treiben um sie herum. Wo war ihr Kind? Was machten die alles mit ihrem Baby? Was war alles genau passiert? Und während sie noch versuchte, die Geburt zu verarbeiten, legte eine Hebamme ein kleines, in ein Handtuch gewickeltes Etwas in ihren verschwitzten Arm. Dort lag es nun – ihr Baby. Sie betrachtete es lange und bewegte sich nicht. Sie war wie erstarrt. Wer ist das? Das sollte _ihr_ Baby sein? Und jetzt? Wie sollte es weitergehen?….

Nach der Freude kam der Babyblues

Rita kam nach Hause. Alles um sie herum freute sich auf den neuen Erdenbürger. Sie versuchte es auch, aber sie verspürte ein seltsames Gefühl. Sie hatte des Eindruck nun nicht mehr die alte Rita zu sein. Doch woher kam das nur? Warum freute sie sich nicht so sehr? Und warum hatte sie das Gefühl, dass ihr Baby ein fremdes Wesen für sie war? Sie wollte nicht jemand anders sein. Sie wollte, dass alles wieder so war wie vorher…

Buchtipps zum Thema findet ihr hier:

Der Hilfeschrei

So wie Rita ergeht es vielen Frauen nach der Entbindung. Sie fühlen sie überfordert, allein gelassen mit der neuen Situation. Bisher waren sie vielleicht sogar erfolgreiche Frauen im Job. Doch nun ist man zuhause, eine neue Situation hat sich eingestellt. Man kümmert sich nonstop um das Baby, managed den Haushalt, geht einkaufen… Der Tagesablauf ändert sich schlagartig, die Nächte werden kürzer, das Mittagessen fällt vielleicht sogar aus, weil das Kleine unruhig ist und Mamas Nähe sucht… Doch um sich herum bleibt der Alltag wie er war. Bekannte, Freunde und Verwandte haben ihren Rhythmus weiterhin. Nur der einer frisch gebackenen Mutter ist total durcheinander geraten. Man möchte es nicht zeigen, wie hilflos man sich fühlt und versucht auch seinen Alltag wieder zu erlangen. Nur das gelingt leider nicht so wie erhofft. Enttäuschungen werden wach. Das beginnt schon bei einfachen Dingen wie dem Partner gegenüber, der den Müll vergisst runter zu bringen oder nicht ans Einkaufen gedacht hat. Man fühlt sich allein, wenn die Freunde nun allein um die Häuser ziehen. Was ist man jetzt noch? Eine Mutter, die abgeschrieben wurde von der Gesellschaft? Schließlich kann man ja nun nicht mehr Vollzeit arbeiten, hat andere Verpflichtungen und Tagesabläufe. Man sieht müde aus und kleidet sich vielleicht auch nur noch praktisch… Oftmals kann es vorkommen, dass Frauen in dieser Situation nur noch ein Schatten seiner selbst sind, weil sie sich für das Baby aufopfern und alles tun, um wieder die Anerkennung zurück zu erlangen, die sie vorher bekommen hatten.
Niemand sieht es. Niemand ahnt, dass diese „Plackerei“ auch eine Art Ringen um Anerkennung ist. Frauen, die sich überfordert fühlen, allein gelassen und hilflos in langen Nächten voller Babygeschrei – sind noch lange keine schlechten Mütter. Nein, sie sind nur ausgebrannt und brauchen Unterstützung und Hilfe. Sie brauchen jemanden, der ihnen sagt: „Du bist eine gute Mutter. Du bist nicht allein. Ich helfe Dir und unterstütze Dich.“!


NetMoms.de - Das Portal für Mütter!

Bin ich depressiv?

Nicht jede Mutter ist gleich depressiv! Aber jede länger anhaltende negative Stimmung bei frisch gebackenen Müttern, sollte ernst genommen werden. Eine postpartale Depression ist eine ernst zu nehmende Sache! Reden Sie darüber mit Ihrer Hebamme oder Frauenärztin. Lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn es Ihnen schlecht geht! Beschreiben Sie, was in Ihnen vorgeht. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und anderen gegenüber. Oftmals kann Reden sehr viel helfen. Man bekommt das Gefühl zurück, dass man noch mehr wert ist als nur Mutter sein. Fühlen Sie sich, als könnten Sie nur noch weinen, dann lassen Sie es raus! Wichtig dabei ist aber, dass man sich nicht gehen lässt und wichtige Dinger vernachlässigt. Stehen Sie auf und gehen Sie spazieren. Schaffen Sie es nicht alleine, dann bitten Sie Eltern, Nachbarn oder Freunde um Begleitung. Frische Luft tut gut, löst Gedanken und befreit den Geist. Wichtig ist vor allem die Suche nach Austausch mit anderen Müttern. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass man sich zwar auch sein leid klagen, aber nicht runterziehen lässt. Machen Sie kleine Schritte also kleine Aktivitäten, die nicht überfordern und schauen Sie nach vorne. Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Baby! Es wird so schnell groß…

Anmerkung zur Geschichte: Die Story und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig.

Weihnachtsgeschenke selbst gestalten

Ich hab noch immer kein schönes Geschenk!
Jetzt aber schnell! Bald ist Weihnachten und die Geschenke sollten nun endlich mal gekauft werden, damit es stressfrei zugeht.
Sucht ihr noch ein schöne und individuelles Geschenk für die Familie?
Als Geschenk für Großeltern und Tanten, Onkels, Cousinen und Co. habe ich eine schöne Geschenkidee zum weiterempfehlen!
Wie wäre es mal mit einem individuellen Geschenk diese Jahr?
Auch Kinder können mithelfen und ein Geschenk basteln. Meist ist das noch schöner als einfach eine Handcreme oder ein Buch zu kaufen.
Lasst euren Kindern Freiraum für Fantasie und setzt euch mit ihnen gemeinsam an einen Basteltisch und los geht´s!


Windlichter basteln

Windlichter sehen schön aus und Kinder können sich darauf voll austoben.
Und das Schönste daran ist, dass sich die Omas und Opas das auch bestimmt hinstellen werden. Windlichter können mit echten Teelichtern oder Stumpenkerzen benutzt werden. Wer sich zu unsicher ist, der hat die Möglichkeit auch elektrische oder batteriebetriebene Kerzen zu verwenden. Sehr gut eignen sich die elektrischen Teelichter, wenn man das Teelicht als Dekoration hinstellen und auch mal „vergessen“ möchte.

Wie bastel ich ein Windlicht!

Es geht ganz einfach und hier ist die Anleitung dafür.

Ihr braucht folgende Utensilien:

  • ein großes oder kleines Gurkenglas oder eine alte Glasvase mit großer Öffnung
  • verschiedene Pinsel
  • bunte Acrylfarben für große Künstler
  • Fingermalfarben für kleine Künstler
  • ein Wasserglas

Was noch verwendet werden kann:

  • Bastelkleber
  • Krepppapier oder durchsichtiges Bastelpapier
  • Glitzerkleber
  • Glitzersteine
  • Deko-Steinchen oder Sterne
  • Malunterlage
  • Malkittel

Ihr könnt die Gläser nun mit Acrylfarben bepinseln und solltet darauf achten, dass die Pinsel nicht zu nass sind. Sonst verläuft die Farbe!
Alternativ könnt ihr die Gläser auch bekleben.
Hierzu eignen sich Krepppapier, durchsichtige Bastelpapiere, bunte Glitzersteine, Glitzerkleber und vieles mehr.
Windlichter werden noch besonderer, wenn man Fotos mit aufklebt.
Einfach ein Bild auswählen und auf durchsichtigem Papier ausdrucken, ausschneiden, aufkleben, fertig!
Viele Bastelideen für Kinder und Erwachsene gibt es auch hier zu finden:

Individuell für Tag und Nacht

Eine weitere schöne Idee ist ein Fotogeschenk aus Stoff.
So kann Omi und Opi Tag und Nacht den Enkel betrachten und an die kleinen Geister denken
Lasst doch einfach mal euer Lieblingsbild auf Stoff verewigen.

Stoffbilder passen auf:

  • Bettwäsche
  • Kissen
  • Handtücher
  • Decken

All das kann man heute problemlos mit schönen Bilder bedrucken lassen.
Es ist eine schöne Erinnerung und kann auch später mal an den Nachwuchs weitergegeben werden.


artido.de - individuelle Fotogeschenke

Ich wünsche euch frohe Weihnachten!
Eure Anne

Babyfingerspiele für kleine Stars

Babys lieben es unterhalten zu werden, mit ihnen zu spielen und neue Dinge zu erfahren. Eine schöne Methode mit Babys zu spielen, ohne Spielzeug dabei zu haben ist das so genannte Fingerspiel. Ich hatte vor kurzem die Ehre bei einem wunderschönen Videodreh mit Bübchen dabei zu sein. Heute ist das erste Video fertig und hier möchte ich es euch unbedingt vorstellen!

Kinder lieben Fingerspiele!

Fingerspiele sind ideal für kleine Kinder und Babys. Sie lieben es spielerisch berührt zu werden. So werden ihre Sinne geweckt, sie werden gekitzelt, lernen zu lachen, zuzuhören und zu fühlen. Auch kann man beobachten, dass Babys und Kleinkinder aufmerksam zuhören und zuschauen, wenn Mama beim Fingerspiel spricht. Die Reime sind oft einfach und leicht zu lernen.


Vorgestellte Fingerspiele im Video

Die Fingerspiele, die ihr im folgenden Video sehen werdet sind wunderschön und leicht zu erlernen. Damit ihr diese Spiele mit euren Kindern nachmachen könnt, gibt es hier den Text zum auswendig lernen*):

Zehn kleine Krebse

10 kleine Krebse, die krabbeln Flink und munter über deinen Körper,
mal Rauf und auch mal runter.

Sie krabbeln über deine Arme und die Beinchen auch
Und ganz zum Schluss , da zwicken sie dich sanft in deinen Bauch.

(Das ist beliebig Austausch- und Erweiterbar mit anderen Tieren, wie Schnecken, Ameisen, usw.)

Kleine Schnecke

(„Bruder Jakob“ Melodie)
Kleine Schnecke, kleine Schnecke, krabbelt rauf, krabbelt rauf,
krabbelt wieder runter, krabbelt wieder runter,
kitzelt deinen Bauch, kitzelt deinen Bauch.

Kleiner Käfer, kleiner Käfer,
fliege hoch, fliege hoch,
zeig mir deine Punkte, zeig mir deine Punkte,

eins, zwei, drei, eins, zwei, drei.

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachmachen und üben!

Eure Anne 🙂

*) Das Veröffentlichen der Texte und dem Video wurden von Bübchen mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt.

Eltern, Kinder & Verkehrserziehung

„Mein Platz im Auto ist hinten…“

Schon bekannte Kinderliedermacher haben besungen, wie und wo Kinder im Auto sitzen sollen. Kinder sollen hinten sitzen, angeschnallt und sitzend auf einem zugelassenen Kinderstitz. Doch leider sieht die Wahrheit noch immer düster aus. Noch immer sieht man Eltern oder Großeltern mit Kindern im Auto umherfahren, wo sie zwar hinten sitzen, aber sich halb aus dem Fenster lehnen, auf der Rückbank herumtollen oder ohne Kindersitz mitfahren. Der Spruch:“ Aber es sind doch nur ein paar Meter zu fahren“, ist leider immer noch Standard. Noch immer verünglücken jedes Jahr unzählige Kinder, weil sie nicht angeschnallt waren oder keinen Kindersitz dabei hatten. Viele Eltern wissen gar nicht, bis wann Kinder hinten sitzen müssen oder ab wann Kinder ohne Kindersitz mitfahren dürfen.

Radfahren ist nicht einfach!

Sind Helme beim Radfahren nun Pflicht oder nicht? Leider nicht, da es noch immer diskutiert wird. Dabei könnte man viele Unfälle vermeiden, wenn Kinder Helme tragen würden. Man könnte aber meinen, dass es nicht wichtig zu sein scheint, Kinder vor den Gefahren der Strasse zu schützen. Das beginnt bei fehlenden Radwegen und endet bei der Aufklärung von Jung und Alt über die Rechte und Pflichten als Radfahrer. Wußten Sie zum Beispiel, dass Kinder bis 8 Jahre auf dem Fußweg fahren MÜSSEN? Das gilt übrigens auch, wenn ein Radweg vorhanden ist. Erst wenn Kinder zwischen 8 und 9 Jahren alt sind dürfen sie den Radweg benutzen. Ist keiner vorhanden, dann müssen sie weiterhin den Gehweg benutzen. Erst ab 10 Jahre müssen Kinder auf dem Radweg oder der Straße wie Erwachsene fahren. Wie etwas dazu gelernt 😉

Die Polizei überprüft…

…leider noch immer zu wenig! Die Kontrollen der richtigen Kindersitze sind noch viel zu wenig. Auch die Kontrollen, ob jeder angeschnallt ist, wird immer noch zu sehr vernachlässigt. Das Thema Verkehrserziehung hinkt noch immer nach in unserem Land. Dabei ist es doch so wichtig! Sicherlich gibt es Verkehrserziehung in der Vorschule oder in der Grundschule. Aber das allein reicht nicht aus. Das Thema Verkehrserziehung sollte noch mehr im täglichen Leben mit einbezogen werden. Es gibt immer Momente, in denen man üben und das Gelernte vertiefen und anwenden kann. Auch kann man die örtliche Behörde kontaktieren, wenn man das Thema Verkehrserziehung vertiefen möchte. Es gibt sicherlich auch Kurse, die Eltern mit Kindern besuchen können oder die für Kitas und Schulen angeboten werden.

Eltern sein heißt Vorbild sein

Auch wir Eltern müssen von Anfang an Vorbild sein und richtig über die Strasse gehen, warten bis die Fußgänger-Ampel grün wird, gerade über die Strasse laufen und mit dem Kind das links-rechts-links-Checken machen. Zuhause kann man Spiele machen zum Thema Verkehrserziehung. Verkehrsquiz während der Autofahrt ist nicht nur lustig und lehrreich, sondern auch noch anblenkend für lange Autofahrten. Tolle Mal- oder Bastelbilder bringen das Thema ins Haus und manifestieren sich auf spielerische Art und Weise ind en Köpfen der Kinder.
Es gibt viele Themen über Sicherheit der Kinder und die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht Eltern zum Them Sicherheit zu informieren und hier ein tolles Forum für Fragen zum Thema Sicherheit und Verkehrserziehung veröffentlicht.

Backen mit Kindern: Mandel-Kokos-Küsschen

Rezept

So entstehen leckere Spontan-Kekse

Es ist Dienstag Vormittag. Heute treffe ich mich mit einer anderen Kindergarten-Mama zum Kaffeeplausch, denn unsere Kinder mögen sich sehr. Ich habe noch einiges zu arbeiten und freue mich auf das Treffen. Zwei Stunden bevor mein Mutti-Kind- Treffen stattfindet, komme ich nach Hause und höre meinen Anrufbeantworter ab. Eine Nachricht versetzt mich in Stress. Ich habe einen Auftrag bekommen:  Kannst Du mal eben kurz und ganz spontan und schnell ein paar Kekse mitbringen?

Na klar! Ich mache also meinen Süßigkeiten-Vorratsschrank auf. Und dann kommt das. Nix! Keine Kekse, kein Krümel vorhanden. Oh nein! Und nun? Dann backe ich eben schnell was, denke ich. Ich mache meinen Vorratsschrank auf und finde: kein Mehl! Aaaah! Kekse ohne Mehl backen? Nie im Leben möglich! Oder doch?
Ich schnappe mir meinen Laptop und google mich durch die Seiten des weiten Internets.

Dann werde ich fündig! Ein Backrezept für Kekse. Ohne Mehl! Ich lege los und backe Kekse…. Lecker, lecker, lecker! Das müsst ihr nachbacken!

Und das Schönste: Das Rezept könnt ihr auch richtig gut zusammen mit euren Kindern backen!


 

Mandel-Kokos-Küsschen

Ihr braucht folgende Zutaten:

250 g gemahlene Mandeln
250 g Kokosraspeln
450 g Zucker
Prise Zimt
Prise Gewürzmischung (z.B. Vanille oder Weihnachtsmischung)
1 Päckchen Vanillezucker
Vanillearoma
4 Eier
Backoblaten (geht aber auch ohne)

Zubehör Geräte:

2 Teelöffel
Rührschüssel
Handmixer
Backblech
Backpapier
Waage oder Messbecher
Diese Menge bekomnmt ihr: ca. 100 Stück (je nach Größe)
Backofen: Umluft bei 180  Grad Celsius
Backzeit: ca. 12 Minuten




Jetzt geht´s los!

Alle Eier zusammen in der Schüssel schaumig rühren.
Zucker, Gewürz, Mandeln, Kokos, Vanillezucker und Vanillearoma in einer separaten Schüssel mischen und der Masse hinzufügen
und gut durchmischen.
Das Backpapier auf Backblech legen, die Backoblaten darauf verteilen und mit den zwei kleinen Teelöffeln kleine Häufchen auf die Oblaten setzen.
Achtung! Nicht zu nah setzen, da sich die Kekse noch etwas ausbreiten beim Backen!
Die Kekse sind fertig, wenn sie fast goldgelb sind. Dann aus dem Backofen holen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Fertig!

Zutaten- Tauschbörse:

Man kann die Kekse auch variieren und statt Mandeln auch gemahlene Nüsse verwenden. Wenn ihr die Weihnachtsgewürzmischung und den Zimt weglasst, kann man die Kekse auch zu einer anderen Jahreszeit essen.
Habt ihr keine Eier zuhause, könnt ihr auch ca. 75 g Apfelmus verwenden.
Oder man backt nur reine Sorten, also nur Mandeln oder nur Kokos oder Haselnuss, denn erlaubt ist, was gefällt. Es soll ja schliesslich euch schmecken
Und für alle, die noch mehr backen wollen und nicht genug Rezepte haben: Hier findet ihr Bücher mit Backrezepten bei “ title=“Keks-Rezepte auf Amazon.de finden“ target=“_blank“>Amazon

 
Ich wünsche euch einen guten Naschnachmittag!
Eure Anne

Dieser Artikel enthält Werbelinks zu externen Anbietern.

Entspannt mit Kindern in den Urlaub

Mit Familie in den Urlaub
Urlaubszeit ist Reisezeit. Also Auto und Koffer vollpacken und los geht´s mit den Kindern Richtung Ostsee oder zu Oma und Opa. Egal wohin die Reise geht – die Autofahrt sollte Pausen und Entspannung ebenso enthalten wie eine ausgewogene und leichte Ernährung. Wenn das Auto dazu noch sicher gepackt ist, die Kinder Musik und was zum Spielen dabei haben, dann kann es eigentlich nur eine schöne Fahrt in den Urlaub geben.


Mach mal wieder Pause!

Wenn eine Autofahrt über 2 Stunden hinausgeht, sollte man eine Pause einlegen, um seine Knochen wieder in die richtige Position zu rücken und die Augen zu entspannen.
Besonders wenn Kinder mit an Board sind, sind Pausen absolut notwendig. Sicher können sie sich eine Weile selbst beschäftigen, aber irgendwann müssen auch sie ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen.
Um eine Pause zu genießen sind Raststätten mit einem vielfältigen Angebot zu empfehlen.
Das beginnt bei sauberen Toiletten und geht weiter bei einem gesunden und leichtem Essen bis hin zu einem kinderfreundlichen Bereich mit Wickeltisch und Spielplatz.
Nur so können sich alle ideal ausruhen oder auspowern, um entspannt in den nächsten “Streckenabschnitt” zu starten.
Doch welche Raststätte ist zu empfehlen?
Es gibt zwar viele Raststätten mit Spielbereichen und Essen- Angeboten, aber nicht alle sind zu empfehlen!
Aber auf meinen Fahrten ist mir eine ganz besonders positiv aufgefallen, die ich euch gerne vorstellen und weiterempfehlen möchte:

Pause machen und abschalten – Raststätte Hirschberg
Die A9 zieht sich von München bis hoch Richtung Leipzig und hat viele Raststätten im Angebot.
Eine Raststätte jedoch blitzt regelrecht hervor – Raststätte Hirschberg.
Sie liegt direkt hinter der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf der A9, Richtung Norden.
Hier kann man Tanken, Essen, Trinken, Spielen und sogar Übernachten.
Das Marché – Restaurant bietet eine riesen Auswahl an Essen und Getränken und der Service ist mit Abstand der freundlichste, den wir je erlebt haben.
Sicherlich ist der Preis auch etwas höher, aber haben Sie schon mal an einer Raststätte mit ihren Kindern zusehen können, wie ein Bäcker direkt vor Ihren Augen Brot selbst herstellt und backt? Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Kräuterbrötchen, frisch gemachtes Rührei oder Milchkaffee mit Zimt/Zucker und dazu ein leckerer Schokoladenkeks…. Die Auswahl ist riesig!

Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten!
In der Raststätte Hirschberg gibt es einen gepflegten Außen- und Indoorspielplatz. Der Indoorspielplatz ist in einem extra Raum, der mit Glasscheiben und einer Glastür vom restlichen Bereich getrennt ist. So können aber Eltern weiter in Blickkontakt mit ihren Kids sein und in Ruhe ihren Kaffee genießen. Zusätzlich gibt es eine Tür mit Kindersicherung, damit die kleinen nicht ausbüxen können
Das Restaurant verfügt über ausreichend Hochstühle und jedes Kind darf sich einen Ballon mitnehmen oder sich Malstifte und Ausmalbilder zur Hand nehmen und kreativ werden.

Wickeltisch und Co. dürfen nicht fehlen!
Die Raststätte Hirschberg verfügt über einen großen Wickelraum mit zwei Wickeltischen, einer Mikrowelle und einer Kindertoilette. Hier können auch Windeln gekauft werden und Breie.

Mehr kinderfreundliche Raststätten, bitte!
Mein Fazit lautet: Baut mehr kinderfreundliche Raststätten wie diese und das Reisen mit unseren Kindern wird noch entspannter und schöner werden. Das gilt übrigens auch für die Betreiber
Denn: gibt es was Schöneres als ein freudiges Kind mit dem Ausruf: “Mama, halten wir wieder an der tollen Raststätte mit dem schönen Spielplatz?”?
Ein riesen Lob an die Raststätte Hirschberg! Ihr seid klasse und habt erkannt, worauf es Familien mit Kindern ankommt! Weiter so!
Eure Anne Kratz

Schulbeginn – Wenn ein Kind in die Schule kommt…

Der Schulbeginn ist für Kinder und uns Eltern eine große Veränderung.
Der Abschied vom Kindergarten, in dem sie Freunde und Bezugspersonen hatten, fällt häufig sehr schwer.
Ab jetzt muss sich unser “kleines” Kind in einem neuen Umfeld, einem unbekannten Gebäude und einem Alltag mit neuen Regeln und Anforderungen zurechtfinden. Auch für uns Eltern und die gesamte Familie ändert sich eine Menge. Ab jetzt werden nachmittags an erster Stelle das Thema “Hausaufgaben” auf dem Programm stehen. Auch der Tages- und Jahresablauf wird für uns unflexibler. Plötzlich ist absolute Pünktlichkeit wichtig und die Ferien geben die freien Tage vor. Um den Übertritt in die Schule für Kind und Familie möglichst angenehm zu gestalten, ist es wichtig, dass wir Eltern uns über die Abläufe informieren. Damit der Start in die Schule leichter fällt, haben wir hier wichtige Informationen für Sie gesammelt.



Vom kleinen Kind zum Schulanfänger
Im Gegensatz zum Kindergarten ist der Besuch der Schule für Kinder ab etwa sechs Jahren verpflichtend. Die genauen Regelungen sind dabei von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Bayern müssen beispielsweise Kinder, die bis zum 30. September eines Jahres sechs Jahre alt werden, im gleichen Jahr eingeschult werden. Kinder, die bis zum 31. Dezember des Jahres sechs werden, können eingeschult werden, wenn Eltern und Erzieherinnen das für sinnvoll halten. Für Rückstellungen und vorzeitige Einschulungen müssen gute Gründe vorliegen. In anderen Bundesländern liegt das Stichdatum beim 30. Juni, Juli oder August, in Berlin sogar beim 31. Dezember.
Die Entscheidung, ob ein Kind schulfähig ist, sollten die Eltern immer gemeinsam mit den Erzieherinnen aus dem Kindergarten treffen. Sie sind dazu ausgebildet, Probleme zu erkennen, die einer Einschulung entgegenstehen könnten. Vor Schulbeginn gibt es eine ärztliche Untersuchung, die oft im Kindergarten durchgeführt wird. Dort werden unter anderem Seh- und Hörtests durchgeführt. Bei der Schuleinschreibung gibt es in den meisten Bundesländern einen kurzen Unterricht, in dem die Kinder eigens dafür zusammengestellte Übungen bearbeiten und von Lehrerinnen beobachtet werden, um die Schulfähigkeit zu testen.

Die Einschulung
Die Einschulung selbst beginnt meistens mit einem kurzen Fest, bei dem die Schulgemeinschaft die neuen ABC-Schützen und ihre Eltern begrüßt. Dann findet der erste kurze Unterricht in der neuen Klasse statt. Oft gibt es auch schon eine erste Hausaufgabe. Im deutschen Sprachraum ist es üblich, dass Kinder zu ihrer Einschulung eine Schultüte bekommen, die mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt ist. Diese “Zuckertüte” nehmen die Kinder zum ersten Schultag mit. Geöffnet wird sie allerdings meist erst zu Hause.

Welche Schulsachen brauchen unsere Kinder zum Schulbeginn?
Welche Materialien Sie für das erste Schuljahr brauchen, erfahren Sie üblicherweise an einem Elternabend, der in den Sommerferien, also vor dem Schulstart, stattfindet. Sie bekommen dort eine Liste, auf der die Hefte, Stifte und anderen notwendigen Materialien aufgeführt sind. Wichtig ist ein Schulranzen, der für das Kind leicht zu öffnen und nicht zu schwer ist. Als Faustformel gilt, dass der gefüllte Schulranzen nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichts wiegen sollte. Dieses Gewicht wird allerdings manchmal schon vom leeren Ranzen erreicht. Ebenfalls ist es wichtig, den Schulranzen zusammen mit dem Kind auszuwählen. Er sollte sehr gut am Rücken und auf den Schultern sitzen und Ihrem Kind auch gefallen. Die Schultasche wird die nächsten Jahre der tägliche Begleiter und hier sollte auf keinen Fall am falschen Ende gespart werden.

Nach der Schule geht´s nach Hause
Zu Hause braucht das Schulkind einen Arbeitsplatz, an dem es ungestört seine Hausaufgaben machen kann. Sie sollten deshalb einen Schreibtisch und einen Schreibtischstuhl in zum Kind passender Größe anschaffen. Lassen Sie sich am Besten beraten, damit der Arbeitsplatz möglichst ergonomisch gestaltet ist. Oft ist ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz sinnvoll und kann so mit dem Kind und den Ansprüchen mitwachsen.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind einen angenehmen Start ins Schulleben!


 

Zweifel einer Frau – Bin ich eine gute Mutter?

Ich bin eine Mutter von zwei Kindern. Ich stehe morgens auf, mache mich fertig, mache die Kinder fertig, mache das Frühstück und genieße die Zeit mit meiner kleinen Familie… So nehme ich es mir zumindest jeden Morgen vor. Doch die Realität ist eine andere. Ich stehe morgens auf und freue mich auf meine Familie. Doch dann bin ich genervt von der Trödelei meiner Tochter. Gestresst, weil mein Sohn zum fünften Mal nach Trinken schreit, während ich versuche mich fertig zu machen.
 

 

Frühstück + Stress = Stress

Das Frühstück ist mir heilig! Also mache ich es und hoffe, dass zumindest heute mal alle pünktlich am Tisch erscheinen. Ich finde es gehört einfach zur Familie dazu, dass man gemeinsam den Tag beginnt, sich austauscht und zusammen Brötchen teilt. Die Familie kommt zu Tisch. Spät, aber immerhin kommt sie. Meine Tochter schicke ich noch gefühlte hundert Mal ins Bad oder zum Umziehen, weil sie meint, dass draußen 30 Grad sind und die Haare ungekämmt am Tisch nicht wirklich lecker aussehen. „Iss richtig über dem Teller, Schatz!“, höre ich mich sagen und „Nimm die Finger aus der Tasse!“ „Iss schneller, wir müssen gleich los, Süße!“ „Oh bitte iss doch mal, wir sind spät dran!“ Das sind nur einige Sätze, die morgens bei Tisch fallen. Und sie machen mich nicht wirklich glücklich. Warum kann es nicht alles so harmonisch sein? Warum kann es nicht so laufen, dass sich die Kinder alleine fertig machen? Wollen sie mich nur ärgern oder lebe ich etwas Falsches vor? Ich zweifle an mir und hinterfrage jeden Tag auf Neue: Bin ich eine gute Mutter?

Die Maschinistin in mir

Im Kindergarten angekommen schiebe ich die Kinder ins Haus und drängle, weil wir so spät sind und der Morgenkreis gleich anfängt. „Zieh Dir bitte die Schuhe aus. Hausschuhe noch anziehen. Häng die Jacke richtig auf….“, sind nur einige Standardsätze beim morgendlichen Abgeberitual. Sie sprudeln schon aus meinem Mund heraus, bevor ich realisiere was ich sage. Eingespeichert wie Daten, die zur richtigen Zeit am passenden Ort ausgegeben werden müssen. Also bin ich eine Maschine? Funktioniere ich nur? Oft fühle ich mich so. Ich handle ohne zu denken. Bin genervt, gestresst, anstatt den Moment zu genießen. Warum ist das so?
Wenn ich im Büro sitze und arbeite denke ich an die Kinder. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Sie fehlen mir und ich mache mir Vorwürfe, weil ich so streng war. Habe ich mich richtig entschieden? Bin ich schon zu alt, dass ich keine Geduld mehr für so kleine Knöpfe habe? Aber ich wollte doch immer zwei Kinder haben! Ich liebe sie doch!


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Ein teuflischer Kreislauf

Ich kann mich beim Arbeiten kaum konzentrieren, also fabriziere ich nur Müll und gehe gefrustet nach Hause, um Mittag zu kochen, den Haushalt zu ordnen. Dann hole ich die Kinder ab. Ich freue mich auf sie und habe mir überlegt, was wir zusammen machen könnten. Doch sie sind überdreht, gehorchen nicht und beide wollen zeitgleich was von mir. Mama hier, Mama da! Ich bin genervt und gestresst. Ich hatte ein Programm, doch das kann ich nun kippen. Und ich denke: Hey, ich will auch mal Zeit für mich! Aber dafür ist jetzt eben mal keine Zeit. Ich bin enttäuscht, dass ich mit der Großen nicht basteln kann und der Kleine nur stört. Mit beiden geht das nicht. Wie gern würde ich den Kleinen fördern, aber die Große verlangt nach Aufmerksamkeit. Nun spielen sie im Garten. Zusammen. Und ich sitze dabei und schaue zu. Und ich frage mich: Kümmere ich mich zu wenig um sie? Ich fühle mich unglücklich und sollte es doch gar nicht sein. Ich will eine gute und liebevolle Mutter sein, aber ich fühle mich mies und unfähig. Alle anderen sind so perfekt! Wie machen die das nur? Ich beneide jede Mutter, die mir lachend mit ihren Kindern mit begegnet. Ja ich bin sogar manchmal eifersüchtig. Ich will das auch! So fröhlich und unbeschwert aussehen, aber umso mehr ich es versuche, desto schlimmer fühle ich mich.

 

Bin ich als Mutter überhaupt geeignet?

Wir alle versuchen nach außen hin perfekt zu sein. Aber ist es wirklich so sinnvoll? Warum zeigen wir nicht mal unsere schwache Seite? Wie schaffe ich es eine glückliche Mutter zu sein und trotzdem alles nebenbei zu meistern? Vielleicht müssen wir uns auch mal gegenseitig Mut zu sprechen, anstatt immer zeigen zu wollen: Ich bin eine bessere Mutter als Du, denn ich mache mehr mit meinen Kindern, bin ständig unterwegs oder fördere sie Tag und Nacht. Ja vielleicht sollten wir Mütter uns einen Tag in der Woche frei machen. Abschalten. Frau sein. Alles liegen lassen und shoppen gehen. Einfach mal das tun, was UNS gut tut! Dann würden wir mit den anderen Dingen besser klar kommen vielleicht. Wir würden uns besser fühlen. Und dieses Gefühl könnten wir dann auch an unsere Kinder weitergeben. Mit ihnen sein. Sie genießen. Die Zeit, die Macken, die Nörgeleien… und die schönen Phasen.

Das Thema ist wichtig!

… und es sollte nicht so locker hingenommen werden. Denn wir Mütter brennen so schneller aus und wir transportieren unbewusst schlechte Laune an unsere Kinder. Das wiederum kann sich in deren Leben manifestieren. Ich habe hierzu ein Buch gefunden, dass ich uns Müttern gerne ans Herz legen möchte. Es heißt: „Ich bin eine gute Mutter!

Denn das sind wir! Mal mehr. Mal weniger. Aber wir sind nun mal Mama und wir lieben unsere Kinder! Das Buch soll uns Müttern aufzeigen, was wirklich wichtig ist im Leben einer Mutter.

Es sind manchmal die banalen, einfachen Dinge, die unseren Kindern so wichtig sind. Sie wollen uns gar nicht perfekt haben. Sie wollen UNS haben. Aber lest am Besten selbst.

Ich selbst kenne das Buch noch nicht, aber der Inhalt ist vielversprechend. Und ich habe es heute bestellt und werde es lesen. Und ich habe mir noch etwas Wichtiges vorgenommen: Ich bin eine gute Mutter! Ich kann es und ich will es!

In diesem Sinne liebe Mamas! Ihr seid alle toll! Denn ihr leistet so viel und ihr alle gebt einen guten Job ab!

Liebe Grüße,

Eure Anne Kratz