Wet Plate – Ein Fotoshooting besonderer Art

  • Warmup bei Tee und Infogespräch
    Warmup bei Tee und Infogespräch
  • Christian Klant
  • IMG_2297
  • Ich suche meine Position
    Finden der richigen Position
  • Vorbereiten der Nassplatte
    Vorbereiten der Nassplatte
  • Das Bid entsteht...
    Der Moment bevor es losgeht...
  • Mein Bild ist gleich fertig
    Mein Bild ist gleich fertig...
  • Das bin ich?
    Das bin ich?
  • Der Chef, das Modell und das Bild...
    Der Chef, das Modell und das Bild...
  • Die Welt mal ganz anders erleben mit Wet Plate Fotografie
    Die Welt mal ganz anders erleben mit Wet Plate Fotografie

Christian KlantVor einigen Tagen hatte mein Mann eine Überraschung für mich. Alles was er mir verriet war:“ Zieh Dich mal am Montag schick an, um 12 Uhr müssen wir losfahren.“ Na suuuper!, dachte ich. Wo wollte er mich hinschleppen? An einem Montag! Und mein Schreibtisch ist so voll mit Arbeit…

Es kam der besagte Montag und ich schmiss mich ein wenig in Schale. Ich hatte noch immer keine Ahnung wohin es mich verschlagen sollte. So fuhren wir also mit dem Auto in die Stadt und Richtung Kreuzberg. Es war ein kalter, grauer Tag, aber für uns beide war er wunderschön, denn wir hatten auf der Fahrt ein wenig Zeit zum Plaudern und Lachen. Das tat richtig gut!

Mein Besuch bei Christian Klant

Warmup bei Tee und Infogespräch

Warmup bei Tee und Infogespräch

Angekommen im Lichtraum wurden wir von einem mega entspannten und super freundlichen Christian Klant empfangen und kamen bei einer Tasse Tee erstmal an. Im Raum stand ein alter Fotokasten und ein riesiger Belichtungsschirm. Christian erzählte uns von seinem Projekt „100 Wet Plates- 100 Words“ und ich war total neugierig was nun passieren würde.

Er erklärte uns die geschichtliche Entwicklung dieser Plattenfotografie und seine Idee es auf diese besondere Art und Weise wieder aufleben zu lassen. Wir waren schon jetzt begeistert.

Es geht los! – Mein Bild auf einer Wet Plate

Finden der richigen Position

Finden der richigen Position

Ich bekam nur eine Aufgabe von Christian: Setze Dich auf den Hocker vor die Kamera und finde Deine Position. Das tat ich und ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl. Das Licht des Schirms wärmte mich und der kleine Buddha-Frosch auf seiner Kamera gab mir Ruhe und Entspannung. Ich schaute in die Kamera und fühlte mich vom ersten Moment an mit ihr verbunden.
Das war ein Erlebnis welches ich so noch nie hatte und mir auch ein wenig schwer fällt in Worte zu fassen.

Vorbereiten der Nassplatte

Vorbereiten der Nassplatte

Nun war es soweit und die Platte wurde vorbereitet. Christian nahm uns mit in den Entwicklungsraum und wir schauten gebannt bei der Vorbereitung zu. Allein schon die Verfahrenstechnik ist der Wahnsinn! Christian arbeitete mit solch einer inneren Ruhe, dass man sich wünscht, davon etwas mit nach Hause nehmen zu dürfen 😀

Wet Plate Fotografie – Mein Bild entsteht

Der Moment bevor es losgeht...

Der Moment bevor es losgeht…

Ich nahm wieder Platz und fixierte erneut meinen Blick in die Kamera. Die Kunst bei dieser Nassplattentechnik ist es extrem ruhig zu sitzen. Jede Art von Bewegung kann das Bild verwackeln und so „verharrte“ ich in meiner Position bis plötzlich ein Blitzlicht losging. Und dann war der Moment auch schon vorbei.
Mein Bild ist gleich fertig...

Mein Bild ist gleich fertig…

Das Bild war sprichwörtlich „im Kasten“ und wir folgten Christian ehrfürchtig in den Entwicklungsraum.
Er erklärte uns jeden Schritt, zeigte uns das Verfahren und ich bekam meine zweite Aufgabe: „Schau Dir Dein Bild an und sage mir mit einem Wort, was Dir zu Deinem Bild einfällt“. Und so schaute ich aufgeregt und neugierig auf die Platte, auf der sich langsam mein Bild abzeichnete…

Ein Ergebnis und ein Erlebnis der besonderen Art

Das bin ich?

Das bin ich?

Mein Bild wurde langsam sichtbarer und ich erschrak zuerst. Das sollte ich sein?
Das glaub ich nicht! So habe ich mich doch noch nie gesehen!?!
Aber das war ich. Dort auf dieser Wet Plate war ich in schwarz-weiß getaucht, alle noch so feinen Konturen voll abgebildet. Aber mein Blick sagte mir, dass ich zufrieden bin, reif und ein bisschen erfüllt…

Der Chef, das

Der Chef, das Modell und das Bild…


Ich war sprachlos und bin es ein wenig heute noch.
Diese Art von Fotografie gibt so viel preis und zeigt ein komplett anderes Ich. Man kann es nur nachvollziehen, wenn man es selbst mitgemacht hat. Und das kann ich nur jedem empfehlen! Es ist ein magischer, ehrlicher Moment. Eine Aufnahme die Dir selbst so viel zeigen kann wie tausend digitale Bilder es nie schaffen werden.
Mach es! Geh hin! Und staune was dabei herauskommt!

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

You may also like...

3 Responses

  1. Claudia D. sagt:

    Wow, eine bewegende Geschichte mit tollen Fotos!
    Das macht mich neugierig, mich ein weiteres mal und wieder aus einen anderen Perspektive, wahrzuhnehmen!
    Vielen Dank dafür!

  2. Liebe Anne,
    danke Dir für den wunderschönen Bericht!
    Und danke auch an Karl für die tollen Bilder!

  1. 2. Februar 2014

    […] gefreut hat mich der Blogbeitrag von Anne Kratz, die das Shooting von Ihrem Mann geschenkt bekommen hatte. Sehr […]

Schreibe einen Kommentar zu Claudia D. Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.