Kinder, Berlin und andere Abenteuer

Vor 12 Jahren habe ich Berlin den Rücken gekehrt und bin ins Schwobaländle geflüchtet. Ich war im besten Revoluzzeralter, wollte mich neu erfinden, die Welt entdecken und einfach mal nur weg von zuhause.
Gut das Revolutionieren hat nicht so funktioniert. Die Welt habe ich im Schwabenland auch nicht finden können, aber ich war weit weg genug von zuhause, um mir einen tollen Mann zu suchen und mit ihm glücklich zu heiraten und zwei Kinder zu bekommen.
Aber 12 Jahre sind dann auch genug und so haben ich es doch tatsächlich irgendwie geschafft, meinen großen Schwaben und die Kinder nach Berlin zu lotsen 😉


Nun leben wir ein Jahr in Berlin und egal wie viel man unternimmt: Man hat das Gefühl die Stadt noch immer nicht komplett entdeckt zu haben. Hammer! Zwar bin ich waschechter Berliner und kenne dadurch Berlin noch ganz gut, aber es ist immer wieder der Hammer wie riesig Berlin ist.

Besonders meine Kinder und mein Mann sind immer wieder irritiert, wenn wir durch die Gegend fahren. Dann kommt der Kommentar von Kind 1: „Mama, das hier kenne ich! Hier waren wir schon Mal.“ Aber das waren wir nicht, denn diesen Bezirk hatten wir noch nicht durchstreift. 😀
Den Abschuss brachte mein Mann, der mich spontan mit einem Berliner Pizzadienst überraschen wollte. Er bestellte eine Pizza für uns, aber der Lieferdienst lieferte nicht bis zu uns. Da dachte sich mein Mann: „Das hole ich _schnell_ mal eben ab.“… Blöd nur, dass der Pizzadienst ca. 5 km weg war. Tja Berliner Kilometer sind keine schwäbischen Kilometer. Da kann die fahrt schon mal ne gute Stunde brauchen. Fazit: eine Stunde später kommt ein genervter Ehemann mit ner kalten Pizza nach Hause.
Ok jetzt hat auch er verstanden wie groß Berlin ist. 😉

Das größte Problem, das sich für mich aufgetan hat ist, wo geht man mit seinen Kindern in Berlin hin? Ist es auch in der „Nähe“ und zeitlich machbar zwischen Kita, Schule und Job? Und wo finde ich alles, was in Berlin so abgeht?
Ich kannte die Zeitschrift TIP noch von früher, aber nach 12 Jahren und mit Kindern am Start, suche ich nun nach Angeboten wie Spielplätze, Puppentheater, Kinderfilme und andere Aktionen.

Danke TIP, dass es dich gibt! Dank Dir kann ich nun herausfinden, was in meiner Nähe für Kinder angeboten wird!

Eltern, Kinder & Verkehrserziehung

„Mein Platz im Auto ist hinten…“

Schon bekannte Kinderliedermacher haben besungen, wie und wo Kinder im Auto sitzen sollen. Kinder sollen hinten sitzen, angeschnallt und sitzend auf einem zugelassenen Kinderstitz. Doch leider sieht die Wahrheit noch immer düster aus. Noch immer sieht man Eltern oder Großeltern mit Kindern im Auto umherfahren, wo sie zwar hinten sitzen, aber sich halb aus dem Fenster lehnen, auf der Rückbank herumtollen oder ohne Kindersitz mitfahren. Der Spruch:“ Aber es sind doch nur ein paar Meter zu fahren“, ist leider immer noch Standard. Noch immer verünglücken jedes Jahr unzählige Kinder, weil sie nicht angeschnallt waren oder keinen Kindersitz dabei hatten. Viele Eltern wissen gar nicht, bis wann Kinder hinten sitzen müssen oder ab wann Kinder ohne Kindersitz mitfahren dürfen.

Radfahren ist nicht einfach!

Sind Helme beim Radfahren nun Pflicht oder nicht? Leider nicht, da es noch immer diskutiert wird. Dabei könnte man viele Unfälle vermeiden, wenn Kinder Helme tragen würden. Man könnte aber meinen, dass es nicht wichtig zu sein scheint, Kinder vor den Gefahren der Strasse zu schützen. Das beginnt bei fehlenden Radwegen und endet bei der Aufklärung von Jung und Alt über die Rechte und Pflichten als Radfahrer. Wußten Sie zum Beispiel, dass Kinder bis 8 Jahre auf dem Fußweg fahren MÜSSEN? Das gilt übrigens auch, wenn ein Radweg vorhanden ist. Erst wenn Kinder zwischen 8 und 9 Jahren alt sind dürfen sie den Radweg benutzen. Ist keiner vorhanden, dann müssen sie weiterhin den Gehweg benutzen. Erst ab 10 Jahre müssen Kinder auf dem Radweg oder der Straße wie Erwachsene fahren. Wie etwas dazu gelernt 😉

Die Polizei überprüft…

…leider noch immer zu wenig! Die Kontrollen der richtigen Kindersitze sind noch viel zu wenig. Auch die Kontrollen, ob jeder angeschnallt ist, wird immer noch zu sehr vernachlässigt. Das Thema Verkehrserziehung hinkt noch immer nach in unserem Land. Dabei ist es doch so wichtig! Sicherlich gibt es Verkehrserziehung in der Vorschule oder in der Grundschule. Aber das allein reicht nicht aus. Das Thema Verkehrserziehung sollte noch mehr im täglichen Leben mit einbezogen werden. Es gibt immer Momente, in denen man üben und das Gelernte vertiefen und anwenden kann. Auch kann man die örtliche Behörde kontaktieren, wenn man das Thema Verkehrserziehung vertiefen möchte. Es gibt sicherlich auch Kurse, die Eltern mit Kindern besuchen können oder die für Kitas und Schulen angeboten werden.

Eltern sein heißt Vorbild sein

Auch wir Eltern müssen von Anfang an Vorbild sein und richtig über die Strasse gehen, warten bis die Fußgänger-Ampel grün wird, gerade über die Strasse laufen und mit dem Kind das links-rechts-links-Checken machen. Zuhause kann man Spiele machen zum Thema Verkehrserziehung. Verkehrsquiz während der Autofahrt ist nicht nur lustig und lehrreich, sondern auch noch anblenkend für lange Autofahrten. Tolle Mal- oder Bastelbilder bringen das Thema ins Haus und manifestieren sich auf spielerische Art und Weise ind en Köpfen der Kinder.
Es gibt viele Themen über Sicherheit der Kinder und die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht Eltern zum Them Sicherheit zu informieren und hier ein tolles Forum für Fragen zum Thema Sicherheit und Verkehrserziehung veröffentlicht.