Zweifel einer Frau – Bin ich eine gute Mutter?

Ich bin eine Mutter von zwei Kindern. Ich stehe morgens auf, mache mich fertig, mache die Kinder fertig, mache das Frühstück und genieße die Zeit mit meiner kleinen Familie… So nehme ich es mir zumindest jeden Morgen vor. Doch die Realität ist eine andere. Ich stehe morgens auf und freue mich auf meine Familie. Doch dann bin ich genervt von der Trödelei meiner Tochter. Gestresst, weil mein Sohn zum fünften Mal nach Trinken schreit, während ich versuche mich fertig zu machen.
 

 

Frühstück + Stress = Stress

Das Frühstück ist mir heilig! Also mache ich es und hoffe, dass zumindest heute mal alle pünktlich am Tisch erscheinen. Ich finde es gehört einfach zur Familie dazu, dass man gemeinsam den Tag beginnt, sich austauscht und zusammen Brötchen teilt. Die Familie kommt zu Tisch. Spät, aber immerhin kommt sie. Meine Tochter schicke ich noch gefühlte hundert Mal ins Bad oder zum Umziehen, weil sie meint, dass draußen 30 Grad sind und die Haare ungekämmt am Tisch nicht wirklich lecker aussehen. „Iss richtig über dem Teller, Schatz!“, höre ich mich sagen und „Nimm die Finger aus der Tasse!“ „Iss schneller, wir müssen gleich los, Süße!“ „Oh bitte iss doch mal, wir sind spät dran!“ Das sind nur einige Sätze, die morgens bei Tisch fallen. Und sie machen mich nicht wirklich glücklich. Warum kann es nicht alles so harmonisch sein? Warum kann es nicht so laufen, dass sich die Kinder alleine fertig machen? Wollen sie mich nur ärgern oder lebe ich etwas Falsches vor? Ich zweifle an mir und hinterfrage jeden Tag auf Neue: Bin ich eine gute Mutter?

Die Maschinistin in mir

Im Kindergarten angekommen schiebe ich die Kinder ins Haus und drängle, weil wir so spät sind und der Morgenkreis gleich anfängt. „Zieh Dir bitte die Schuhe aus. Hausschuhe noch anziehen. Häng die Jacke richtig auf….“, sind nur einige Standardsätze beim morgendlichen Abgeberitual. Sie sprudeln schon aus meinem Mund heraus, bevor ich realisiere was ich sage. Eingespeichert wie Daten, die zur richtigen Zeit am passenden Ort ausgegeben werden müssen. Also bin ich eine Maschine? Funktioniere ich nur? Oft fühle ich mich so. Ich handle ohne zu denken. Bin genervt, gestresst, anstatt den Moment zu genießen. Warum ist das so?
Wenn ich im Büro sitze und arbeite denke ich an die Kinder. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Sie fehlen mir und ich mache mir Vorwürfe, weil ich so streng war. Habe ich mich richtig entschieden? Bin ich schon zu alt, dass ich keine Geduld mehr für so kleine Knöpfe habe? Aber ich wollte doch immer zwei Kinder haben! Ich liebe sie doch!


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Ein teuflischer Kreislauf

Ich kann mich beim Arbeiten kaum konzentrieren, also fabriziere ich nur Müll und gehe gefrustet nach Hause, um Mittag zu kochen, den Haushalt zu ordnen. Dann hole ich die Kinder ab. Ich freue mich auf sie und habe mir überlegt, was wir zusammen machen könnten. Doch sie sind überdreht, gehorchen nicht und beide wollen zeitgleich was von mir. Mama hier, Mama da! Ich bin genervt und gestresst. Ich hatte ein Programm, doch das kann ich nun kippen. Und ich denke: Hey, ich will auch mal Zeit für mich! Aber dafür ist jetzt eben mal keine Zeit. Ich bin enttäuscht, dass ich mit der Großen nicht basteln kann und der Kleine nur stört. Mit beiden geht das nicht. Wie gern würde ich den Kleinen fördern, aber die Große verlangt nach Aufmerksamkeit. Nun spielen sie im Garten. Zusammen. Und ich sitze dabei und schaue zu. Und ich frage mich: Kümmere ich mich zu wenig um sie? Ich fühle mich unglücklich und sollte es doch gar nicht sein. Ich will eine gute und liebevolle Mutter sein, aber ich fühle mich mies und unfähig. Alle anderen sind so perfekt! Wie machen die das nur? Ich beneide jede Mutter, die mir lachend mit ihren Kindern mit begegnet. Ja ich bin sogar manchmal eifersüchtig. Ich will das auch! So fröhlich und unbeschwert aussehen, aber umso mehr ich es versuche, desto schlimmer fühle ich mich.

 

Bin ich als Mutter überhaupt geeignet?

Wir alle versuchen nach außen hin perfekt zu sein. Aber ist es wirklich so sinnvoll? Warum zeigen wir nicht mal unsere schwache Seite? Wie schaffe ich es eine glückliche Mutter zu sein und trotzdem alles nebenbei zu meistern? Vielleicht müssen wir uns auch mal gegenseitig Mut zu sprechen, anstatt immer zeigen zu wollen: Ich bin eine bessere Mutter als Du, denn ich mache mehr mit meinen Kindern, bin ständig unterwegs oder fördere sie Tag und Nacht. Ja vielleicht sollten wir Mütter uns einen Tag in der Woche frei machen. Abschalten. Frau sein. Alles liegen lassen und shoppen gehen. Einfach mal das tun, was UNS gut tut! Dann würden wir mit den anderen Dingen besser klar kommen vielleicht. Wir würden uns besser fühlen. Und dieses Gefühl könnten wir dann auch an unsere Kinder weitergeben. Mit ihnen sein. Sie genießen. Die Zeit, die Macken, die Nörgeleien… und die schönen Phasen.

Das Thema ist wichtig!

… und es sollte nicht so locker hingenommen werden. Denn wir Mütter brennen so schneller aus und wir transportieren unbewusst schlechte Laune an unsere Kinder. Das wiederum kann sich in deren Leben manifestieren. Ich habe hierzu ein Buch gefunden, dass ich uns Müttern gerne ans Herz legen möchte. Es heißt: „Ich bin eine gute Mutter!

Denn das sind wir! Mal mehr. Mal weniger. Aber wir sind nun mal Mama und wir lieben unsere Kinder! Das Buch soll uns Müttern aufzeigen, was wirklich wichtig ist im Leben einer Mutter.

Es sind manchmal die banalen, einfachen Dinge, die unseren Kindern so wichtig sind. Sie wollen uns gar nicht perfekt haben. Sie wollen UNS haben. Aber lest am Besten selbst.

Ich selbst kenne das Buch noch nicht, aber der Inhalt ist vielversprechend. Und ich habe es heute bestellt und werde es lesen. Und ich habe mir noch etwas Wichtiges vorgenommen: Ich bin eine gute Mutter! Ich kann es und ich will es!

In diesem Sinne liebe Mamas! Ihr seid alle toll! Denn ihr leistet so viel und ihr alle gebt einen guten Job ab!

Liebe Grüße,

Eure Anne Kratz

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2 Responses

  1. Anonymous sagt:

    Sehr gute Website wünsche Ihnen viel Glück

  2. Paris escort sagt:

    http://www.annekratz.de ist wunderbar. Vielen Dank und weiter so gute Arbeit!

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